Kulinarische Schlemmerreise durch den Forchheimer Weihnachtsmarkt

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FORCHHEIM (R.E. Porter) - Alle Jahre wieder: Ein Team des Neuen Wiesentboten, verstärkt durch ausgewiesene Kenner der fränkischen Gastronomie, trifft sich am Forchheimer "Weihnachtsmarkt", um das kulinarische Angebot einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Traditioneller Startpunkt: Die Glühweinbude von Forchheims Partnerstadt Gherla in Rumänien. Pünktlich zur Nikolaus-Ansprache von OB Stumpf bringt Forchheim-Online-Mastermind Peter Vogel die ersten Tassen. Glühwein aus Gherla - in original Nürnberger Christkindlesmarkt-Tassen. Wie oft sollen wir denn noch darauf hinweisen, dass dies Forchheim ist? Der Stoff selbst ist - wie immer - original "Gerstacker", Industrieware also. Dennoch, heuer vermeint die Mehrzahl der Tester eine neue Geschmacksnote zu erkennen: "Irgenwie anders ...". Hat Gerstacker aufgerüstet? Die Rezeptur geändert? Wir wissen es nicht. Das Getränk kommt sehr heiß, allerdings leicht bitter im Abgang, und mit abnehmender Temperatur schmeckt es nicht mehr so dolle. Unser alter Bekannter Henry erbarmt sich und bietet uns selbstgemachten Glühwein und Plätzchen von seiner Mama an. Sehr gut! Aber leider außer Konkurrenz, da nicht am Glühmarkt erhältlich ...

Fränkische Weihnachts-Langos

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Eigentlich gehören die ja nicht hierher. Aber offensichtlich ist der Franke doch mehr "multi-kulti" als er es am Biertisch zugeben mag. Die Begeisterung für die ungarischen Langos jedenfalls ist ungebrochen, deutlich zu sehen an den stets gleichbleibend langen Schlangen vor der Futterstelle. Wir entscheiden uns, dieses Jahr auch mal eines dieser Fladenbrote zu testen und wählen die weihnachtliche Variante: Mit Honig und Nüssen statt mit Knoblauch und Käse. Was sollen wir sagen? Es war ausgezeichnet. Für King Alladooch war es eine Premiere - das erste Langos seines Lebens, auch er begeistert.

Heiße Milch mit Honig und Quarkbällchen

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Langsam kommt Weihnachtsstimmung auf, wir genehmigen uns daher einen Klassiker: Heisse Milch mit Honig. Kein Alkohol drin! Aber trotzdem gut. Und auch die schwimmend in Fett gebackenen Quarkbällchen sind von 1a Qualität - wie letztes Jahr, da hat sich nix geändert. Kommentar der Tester: "Sehr frisch, locker, mit duftiger Note".

Herzhafteres

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Nach all den süßen Köstlichkeiten steht den Testern der Sinn nach etwas Herzhaftem, und wir machen uns auf zum Bratwurst- und Pizza-Stand der Forchheimer Metzger. PIZZA?? Na, das hat hier wirklich nix zu suchen. Am End noch mit Honig und Nüssen? Lieber nicht. Wir holen uns also ein Bratwurstbrötchen, die Würste kommen an diesem Tag vom Metzger Mayer, die Brötchen von der Bäckerei Fuchs. Das Ergebnis? "Gut gewürzt, fränkisch fein, leichter Majoran-Geschmack." Einer der Tester meint "Spurenelemente von Zitrone" erkannt zu haben, und wirklich: Metzger Mayer, den wir nachher in der Funzl treffen, bestätigt uns dies. Bei den Brötchen scheiden sich die Geister, die Tester spalten sich in zwei Lager. Nicht ob der Qualität der Brötchen: Die Tester entzweien sich über der Frage ob nun "Kaiserbrötchen" oder "normale Brötchen" ("Beckndrolln") besser zu Bratwürsten passen. Während die einen bei den Kaiserbrötchen die "Rauhheit am Gaumen" bemängeln, empfinden die anderen das Gebrösel der "Normalbrötchen" (Wie heißen die eigentlich offiziell??) als negativ. Naja, wir wollen hier keinen "Forchheimer Brötchenstreit" vom Zaun brechen - jeder wie ers mag.

Glühwein vom Schwank

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Ebenfalls eine feste Größe unter den Buden des Forchheimer Weihnachtsmarkts: Schwanks Imbiss Imperium. Der einzige "selbstgemachte" Glühwein des Marktes kommt wie jedes Jahr in (Gherla! Aufgemerkt!!) aktuellen und korrekten "Forchheimer-Weihnachtsmarkt"-Glühweintassen. Wir wählen der Ausgewogenheit halber einen mit und einen ohne Rum. Beide hinterlassen ein etwas zwiespältiges Ergebnis: Der Glühwein "ohne" erscheint den meisten Testern "zu flach", der "Glühwein mit Rum" entbehrt "einer gewissen Harmonie der Zutaten". Ok, die Messlatte lag aber auch sehr hoch, nachdem Schwanks Glühwein in den letzten beiden Jahren unser eindeutiger Favorit war.

Zentrale Schänke

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Nicht mehr ganz unbeeinflusst begeben wir uns zu Michael Drliceck an die Tränke. Charlie Pichl ordert von allem etwas, es wird also hart. Hart wird es auch, einen Stehplatz an einem Tisch zu finden (aber das ist eine andere Geschichte. Weiber!). Das größte Problem: Mit sechs Testern vier Getränke zu probieren, solange sie heiss sind und dabei die Tassen nicht durcheinander zu bringen. Die Ergebnisse:

  • Apfelpunsch : muss man heiß trinken sonst fällt er ab
  • Glühkirsch: guter Geschmack
  • Schneemann: schmeckt nach Bonbon, überraschendes Erlebnis
  • Jagertee: typischer Geschmack ohne Höhepunkt

Abschluss

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An dieser Stelle haben wir dann auch noch Bratwürste vom Schwank getestet, aber das Ergebnis litt denn doch zu deutlich unter der fortgeschrittenen Intoxikation ... den Abschluss bildeten jedenfalls Dampfnudeln mit Vanillesoße und Zimtzucker (sind das nicht eigentlich "Germknödel"??), die von den meisten mit "ausgezeichnet" bewertet wurden.

Wie bereits letztes Jahr beschlossen wir die Schlemmerreise mit einem zünftigen fränkischen Bier, diesmal in der "Blauen Glocke". Ein "Neder Hell" ist genau das Richtige, um die nach einem ausgiebigen Weihnachtsmarktbesuch angegriffenen Geschmacksnerven wieder zu beruhigen.


Informationen im Netz unter www.adventskalender.forchheim.info
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Ein Bericht des Neuen Wiesentboten