Kulinarische Schlemmerreise über den Forchheimer Weihnachtsmarkt

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FORCHHEIM (R.E.Porter) - Das fünfte Jahr in Folge testete eine kleine Mannschaft erprobter Glühmarktgänger das kulinarische Angebot rund um den "schönsten Adventskalender der Welt". Diesmal neu mit dabei: Die beiden Gast-Tester Armin Illner (Nürnberg) und Richard Leopold (Forchheim). Ansonsten lauter "Männer der ersten Stunde": Peter Vogel, Charlie Pichl, Uli King Alladooch Raab , Alexander Dittrich sowie natürlich meine Wenigkeit.

Verwirrung zum Auftakt

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Treffpunkt wie immer um "halba sechsa" am Kriegerbrunnen. Dort reiben sich die Teilnehmer verwundert die Augen: Die Glühweinschänke ist weg. Wurde Gherla die Partnerschaft aufgekündigt? Des Rätsels Lösung: Die Bude ist jetzt auf der anderen Seite des Marktes. Ein planerischer Schachzug im Rahmen des Stadtmarketings? Wir wissen es nicht. Jedenfalls war der Standortwechsel die einzige Neuerung - ansonsten gibts wie immer den bewährten Industrie-Glühwein aus dem 5-Liter-Familienkanister, stilvoll serviert in "Nürnberger Christkindlesmarkt"-Tassen. Aber es gibt auch Pluspunkte: Der Glühwein war ordentlich heiß, und - in diesen Zeiten eher ungewöhnlich - der Preis blieb seit 5 Jahren konstant bei zwei Euro.

Brodwörschd

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Auf dieser Seite des Marktes befindet sich auch der Stand der Forchheimer Hauptstraßenmetzger, und so beschließen wir, das fränkische Fast-Food "Zwaa im Brödla" gleich mitzutesten. Die Kandidaten: Der an diesem Tag "diensthabende" Metzger Mayer sowie "Schwanks Imbiss Imperium". Resultat: Gut sind beide, die Bratwürste vom Mayer werden von den erfreuten Testern als "würziger" empfunden. Dagegen fällt dann sogar die Currywurst ab, die uns ein "Spontantester" (wollte nicht genannt werden) dankenswerterweise zur Verfügung stellt. Auf den an dieser Stelle - wie jedes Jahr - ausbrechenden Streit um das korrekte Brötchen gehen wir mal lieber nicht ein.

Quarkbällchen!

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Nach soviel würzigem Auftakt wenden wir uns den süßen Kostbarkeiten zu. Seit drei Jahren bietet eine "Weihnachtsbäckerei" frische, schwimmend in Fett gebackene Quarkbällchen an. Dieses Jahr ein absolutes Highlight! Noch nie waren sie so locker - "ein duftiger Traum", wie einer der Tester bemerkt. Ein Muss für jeden Glühmarktgänger. Der dort ausgeschenkte Honigwein ("Met") wird zwiespältig aufgenommen, die Kommentare reichen von "muss man mögen" bis zu "das Hefeweizen unter den Glühweinen". Na denn Prost. Heuer erstmal im Test: "Muzenmandeln". Naja, ein bisschen trocken. Was ist eigentlich eine "Muze"? Mittelalterliches Mütterzentrum? Nein, klärt uns die nette Verkäuferin auf: "Muze" sei ein altes Wort für "Bäcker". Na, heute glauben wir alles.

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Abstecher zur Kaiserpfalz

Heuer zum Erstenmal: Die Erweiterung des Weihnachtsmarktes bis hinter zur Kaiserpfalz. Naja, "Erweiterung" ... es sieht doch etwas leer aus mit den wenigen Buden. Und "Ponyreiten" auf einem Weihnachtsmarkt ist schon etwas grenzwertig. Warten wir noch zwei, drei Jahre, dann haben wir ein "Annafest im Winter" ...

Zentrale Glühweintränke

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Auch am Glühweinausschank von Michael Drlicek das gleiche Bild: "Im Westen nichts Neues" - sogar die Tassen haben noch den Aufdruck "Forchheimer Weihnachtsmarkt 2005" (oder waren das die Tassen vom Schwank? Naja, der Alkoholpegel ...). Wir beschränken uns diesmal auf Jagertee, Schneemann, Apfelpunsch und Glühkirsch. Die eindeutigen Favoriten: Glühkirsch, ganz knapp vor Apfelpunsch. Zum direkten Vergleich kippen wir noch den Glühwein von "Schwank" hinterher - einen "normalen" und einen "mit 2cl Rum, von Hand gegossen". Kommentar: "Süffig und trocken" - unser Favorit in diesem Jahr, eindeutig.

Uns grausts vor nix!

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Dann aber reitet uns der Teufel: "Hobb mir holn uns a Grebb - mid ann gands eggsodischn Belooch ..." Gesagt, getan. Wir bestellen also eine Crepé mit - festhalten - Bananen und Amaretto. Die Verkäuferin überrascht uns noch mit einer unerwarteten Steigerung: "Mit Kokosraspeln oder Schokoladenstreuseln?" - worauf wir uns spontan für Kokosraspeln entscheiden. Ok, das hätten wir besser nicht machen sollen. Argl. Kein weiterer Kommentar ...

Abschluss im "Mirage"

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Nach soviel süssem Zeug brauchen wir was handfestes, damit sich die Mägen erholen können. Gottseidank hat unser alter Freund Gerd Weiss an uns gedacht und uns in sein MIRAGE zur Nachbesprechung eingeladen. Bei einem guten Gläschen Greif bzw. Hetzelsdorfer lassen wir die Schlemmerreise Revue passieren. Unser Fazit: Es war wohl vorerst die letzte Aktion dieser Art. Zu wenig Neues bietet sich den anfangs noch neugierigen Testern. Einerseits spricht es ja für eine gewisse konstante Qualität des Forchheimer Weihnachtsmarktes, andererseits hält sich der Spass in grenzen, wenn sich nix ändert. Wir beschließen, uns weiterhin zu treffen - einen Artikel wird es aber erst wieder geben, wenn von der kulinarischen Front mal was Neues zu berichten ist.


Informationen im Netz unter www.adventskalender.forchheim.info
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Ein Bericht des Neuen Wiesentboten